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Leseempfehlungen zu Irland

Leseempfehlungen zu geben ist immer schwierig. Ob ein Buch gut oder schlecht ist, hat oft auch mit Anspruch und Geschmack zu tun. Ich persönlich mag es gern humorig. Wenn ich im Verlaufe der Lektüre nicht gelacht habe - und das gilt ganz besonders für das Thema Irland - dann besteht eine gute Wahrscheinlichkeit, dass mir das Buch nicht gefallen hat.

Das kann am Schreibstil des Autoren liegen oder auch an seiner Sicht der Dinge. Aus genau diesem Grund nenne ich DEN deutschen Irland Klassiker in dieser Liste nicht. Ich fand das Irische Tagebuch von Heinrich Böll einfach nicht besonders gut. Ich mag weder seine hochtrabend-herablassende Art, noch denke ich, dass Heinrich Böll Irland wirklich verstanden hat. Ich gebe zu, dass ich ihn an anderer Stelle genannt und sicher auch ein paar gute Worte über ihn verloren habe, insgesamt hat das Buch zumindest an dieser Stelle jedoch nichts zu suchen.


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Es gibt zahllose gute Bücher aus und über Irland, ich nennen nur meine Favoriten. Außen vor lasse ich dabei irische Autoren, die nicht explizit über Irland und das irische Leben schreiben. Ansonsten wären in dieser Liste Autoren wie zum Beispiel Eoin Colfer (Artemis Fowl) und John Connolly mit seiner Charly Parker Reihe sehr prominent vertreten. Und warum nicht mal die Seele massieren mit Cecelia Ahern? Meine Freundin sagt, die ist Klasse.

Ich bin noch "P.S. I Love You" geschädigt (und wie ich aus sicherer Quelle weiß, nicht nur ich). Ich habe erfolgreich verdrängt, wie oft ich schon gezwungen wurde, diesen Film zu gucken, dass das Buch eine hübsche Gute Nacht Lektüre ist, glaube ich ihr sogar aber.


Im unteren Bereich der Seite finden sie eine kleine Amazon Box mit Originaltiteln. Dort werde ich auch ein paar der Gegenwartsautoren wie zum Beispiel Eoin Colfer sammeln. Das Ganze ist mir bis zu einem gewissen Grade ein persönliches Anliegen. Irland hat nicht mit Oscar Wilde und James Joyce aufgehört, gute Autoren zu produzieren. Sie sind in Deutschland nur nicht so bekannt, wie sie es sein sollten. Das will ich ändern.

Artemis Fowl zum Beispiel, ist auf den ersten Blick ein Harry Potter Abklatsch. Dieser erste Blick täuscht allerdings gewaltig. Mal abgesehen davon, dass Artemis Fowl geldgierig und böse ist, Eoin Colfer ist auch ein richtig guter Schriftsteller. Die Bücher sind - und ganz im Gegensatz zu den Harry Potter Romanen - richtig gut geschrieben. Ist vielleicht kein Geheimtipp aber auf jeden Fall eine Empfehlung vom Auskenner.



Michael Müller Verlag - Irland
Ralph-Raymond Braun

Als besten Reiseführer zu Irland empfinde ich persönlich den Michael Müller Irland. Reiseführer sind - und das will ich nicht verschweigen - Geschmackssache. Manche schwören auf Lonely Planet, viele laufen auch mit Marco Polo, ADAC usw. durch die Gegend.

Warum ich auf den Irland Führer von Ralph-Raymond Braun schwöre, ist schnell erklärt. Er ist nicht so sehr ein Reiseführer als vielmehr ein Begleiter. Der Autor geht auf eine literarische Entdeckungsreise und dabei kann man ihm über die Schulter gucken. Das ist charmant. Ob die Geschichten über die grüne Insel wirklich stimmen, kriegt man schließlich nicht heraus, indem man nur Touristenattraktionen abklappert.

Und spannend ist es allemal. Immerhin werden bei Ralph-Raymond Braun ganz essentielle Fragen untersucht. Gibt es wirklich in jedem Dorf ein Pub? Ist das irische Essen wirklich so grausam? Und wie steht es mit den legendären und oft beschworenen, irischen Kneipenphilosophen? Mir sind diese Antworten wichtiger als die Frage, wann der Greyhoud nach Galway fährt. So etwas recherchiere ich nämlich online.

Den Reiseführer kann man direkt beim Verlag und versandkostenfrei bestellen:
Michael Müller Verlag: Reiseführer Irland




In the Middle of Nowhere - Mein Abenteuer in der irischen Provinz
von Lawrence Donegan

Das Buch zu erklären ist gar nicht so einfach. Ich könnte jetzt sagen, dass es sich um einen autobiographischen Roman handelt und das stimmt auch. Korrekt ist auch, dass der Autor Engländer und ehemaliger Journalist ist und aus freiem Willen in die irische Provinz zog. Das erklärt allerdings nicht, warum dies das vielleicht beste Buch ist, das über Irland jemals geschrieben wurde.

Stellen sie sich einfach mal vor, sie sind Städter, beruflich erfolgreich, haben eine nennen wir sie mal farbenfrohe Vergangenheit, sind trotzdem frustriert und dann überkommt sie der Wahnsinn und sie entschließen sich, sie wollen an den Anus der Welt ziehen. Donegal soll es sein und - wo er Recht hat hat er Recht - das kommt meiner Definition vom Gesäß des Planeten zumindest recht nahe. Eine gute Wahl also.

Dazu kommt nun, dass sie ein begabter Schreiberling sind und absolut kein Problem damit haben, sich mit Landeiern einzulassen, die zumindest in Irland oft schreiend komische Charaktere sind. Wenn sie mir bis hierher gefolgt sind, bekommen sie eine Ahnung, was für eine Art Buch Lawrence Donegan da verfasst hat. Im Englischen heißt es übrigens: No News at Throat Lake

Wenn sie in ihrem Leben nur ein Buch über Irland lesen wollen: Das hier wäre meine erste Wahl.
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Mit dem Kühlschrank durch Irland
von Tony Hawks

Noch ein tolles Buch und schon wieder hat es ein Engländer geschrieben. Es liegt wohl auch daran, dass die ein und dieselbe Muttersprache sprechen (auch wenn die Iren das vermutlich bestreiten). Die Story ist schnell erzählt und - ich möchte das ausdrücklich erwähnen - das Ganze ist tatsächlich passiert.

Ein Engländer wacht nach einem heftigen Umtrunk mit Freunden auf und stellt fest, dass er im Suff gewettet hat, er könne mit einem Kühlschrank im Gepäck innerhalb von 4 Wochen um Irland trampen. Soweit klingt es glaubhaft oder? Was macht der gute Mann: Er tritt die Wette tatsächlich an und geht auf die Reise. Was dann passiert, beschreibt etwas, was ich als das moderne Irland bezeichnen würde. Das hat nichts mehr mit Heinrich Böll zu tun, nichts mit Feen und Elfen sondern es beschreibt die Iren, wie man sie tatsächlich kennenlernen kann. Ich habe jedenfalls ständig nur genickt und gedacht: Ja, das kenne ich, oder: Ja, das kann ich mir vorstellen.

Das Buch ist schreiend komisch und man lernt eine Menge über Irland. Dank Tony Hawks bin ich zum Beispiel nach Tory Island gefahren. Auf die Idee wäre ich von allein nicht gekommen.

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Durst und andere dringende Dinge
von Flan O'Brien

Ich habe eine Schwäche für Flan O'Brien. Vielleicht bin ich befangen, empfehlen will ich das Buch trotzdem. Immerhin haben wir hier endlich auch mal einen irischen Autoren, der sich über seine Heimat auslässt. Und witzig ist er auch.

Flan O'Brien gilt als einer der bedeutendsten irischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts und war hauptberuflich Kolumnist der Irish Times. Zudem war er ein passionierter Säufer und ist entsprechend auch prominenter Teil des Literarischen Pubcrawls. Ganz Ire, schätzt er skurrile Geschichten und Anekdoten. Seine Bücher sind durch die Bank weg lesenswert.

Nennen möchte ich an dieser Stelle zwei Werke:

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Wer des Englischen mächtig ist, sollte sich natürlich an die Originale halten. Eine kleine Auswahl von Büchern meiner Wahl finden Sie hier: